Doppelstabmatten für Pferde & Hühner – ein ehrlicher Ratgeber
Ein Doppelstabmattenzaun ist robust, langlebig und für viele Anwendungen die richtige Wahl – aber nicht für jedes Tier. Bei Pferden, Hühnern und anderem Geflügel gibt es bessere, sicherere Lösungen. Wir erklären ehrlich, wo die Grenzen liegen und was wir Ihnen wirklich empfehlen.
Warum Doppelstabmatten nicht für alle Tiere die ideale Lösung ist
Doppelstabmattenzäune wurden ursprünglich als Industrie- und Grundstückszaun entwickelt. Die Maschenweite von 50×200 mm und die starre Stahlkonstruktion sind ideal, um Personen, Hunde und Wildschweine fernzuhalten.
Für die Tierhaltung – speziell Pferde, Geflügel und Kleintiere wie Marder-Beute – stellen genau diese Eigenschaften jedoch ein Problem dar:
- Die Maschen sind zu groß für kleine Raubtiere wie Marder oder Iltisse.
- Die starre Stahlstruktur gibt bei Aufprall nicht nach – ein Risiko für Fluchttiere.
- Es gibt keinen Untergrabschutz ab Werk – Füchse und Marder graben sich durch.
Diese Seite soll Ihnen helfen, die richtige Entscheidung zu treffen – auch wenn das im Einzelfall bedeutet, dass ein anderer Zauntyp besser passt als unser Hauptprodukt.
Hühner & Geflügel – das Marder-Problem
Wer Hühner hält, kennt die Sorge: Marder, Fuchs, Iltis, Habicht. Ein Doppelstabmattenzaun bietet hier keinen ausreichenden Schutz. Die Gründe sind eindeutig:
Die Schwachstellen
- Maschenweite 50×200 mm – Marder schlüpfen problemlos durch
- Glatte Stäbe – aber Marder klettern auch 2-m-Zäune
- Kein Untergrabschutz – Fuchs gräbt sich darunter durch
- Kein Dach – Habicht und Bussard greifen von oben an
Was Sie wirklich brauchen
- Volierdraht 1×1 cm, mindestens 1 mm Stärke
- Voliere mit Dach (Greifvogelschutz)
- Untergrabschutz: 30–50 cm L-Profil nach außen
- Abschließbarer Stall für die Nacht
Unsere ehrliche Empfehlung: Wenn Sie primär Hühner schützen wollen, ist ein spezialisiertes Geflügelnetz oder eine fertige Voliere (z. B. aus dem Stallbedarf-Fachhandel) die bessere Wahl. Der Doppelstabmattenzaun kann ergänzend als robuste äußere Hülle dienen – ersetzt aber den engmaschigen Volierdraht nicht.
Pferde – das Verletzungsrisiko
Pferde sind Fluchttiere. Wer schon einmal eine ganze Herde im Galopp gesehen hat, weiß: Wenn ein Pferd erschrickt, denkt es nicht – es rennt. Und wenn dabei ein Doppelstabmattenzaun im Weg steht, drohen schwere Verletzungen.
Konkrete Risiken
- Aufprall: Die starren Stahlstäbe geben nicht nach. Ein Pferd, das mit 30 km/h dagegen rennt, kann sich Brust, Hals oder Schulter brechen.
- Verfangen: Hufe oder Beine können in die 50×200-mm-Maschen geraten – beim Versuch, sich zu befreien, drohen Sehnen- und Knochenverletzungen.
- Kein Sichtsignal: Doppelstabmatten sind vergleichsweise unauffällig – ein erschrockenes Pferd erkennt sie schlechter als breite Bänder oder Holzplanken.
Was die Pferdehaltung wirklich braucht
- Pferdebandsysteme: Drei Bänder in den Höhen 60 cm / 110 cm / 160 cm – gut sichtbar, elastisch, oft mit Strom.
- Holzplanken (Koppelzaun): Klassisch, robust, splittert bei Aufprall kontrolliert.
- Elektrische Litze + Bandsystem: Lehrt das Pferd, Abstand zu halten.
Spezialhändler wie Stallbedarf-Onlineshops bieten passende Pferdebandsysteme und Weidezaungeräte. Wir verlinken hier bewusst nicht hart – schauen Sie sich um, vergleichen Sie, wählen Sie das, was Ihren Tieren wirklich hilft.
Wann Doppelstabmatten als Außensicherung sinnvoll ist
Trotz aller Einschränkungen gibt es einen klaren Anwendungsfall, in dem ein Doppelstabmattenzaun für Tierhalter Sinn ergibt: als äußerer Sicherheitszaun (Property-Boundary) in Kombination mit einem inneren Spezialzaun.
Typische Kombinationen:
- Pferdehof: Doppelstabmatte ums Grundstück (gegen unbefugten Zutritt, streunende Hunde, Wildschweine) + Pferdebandsystem auf der Weide.
- Hühnerhaltung: Doppelstabmatte als äußere Barriere (gegen Fuchs, Hunde, Personen) + Voliere mit Volierdraht und Dach im Inneren.
- Schaf- oder Ziegenhaltung: Doppelstabmatte als langlebige Grundstücksgrenze + Elektronetz (z. B. OviNet, TopLine Net) als mobile Weide-Einteilung.
In diesen Szenarien spielt die Doppelstabmatte ihre Stärken voll aus: Langlebigkeit, Wartungsfreiheit, 10 Jahre Garantie gegen Durchrostung – und sie schützt den inneren Spezialzaun vor groben äußeren Einflüssen.
Was wir wirklich empfehlen
Wir verkaufen Doppelstabmattenzäune – aber wir verkaufen sie nur, wenn sie auch wirklich passen. Hier unsere ehrlichen Empfehlungen:
Für Hühner & Geflügel
Volierdraht (Maschenweite 1×1 cm) als Voliere mit Dach und Untergrabschutz. Quellen: Geflügelfachhandel, Stallbedarf24, Bauernhof-Versand. Doppelstabmatten optional als äußere Property-Grenze.
Für Pferde
Pferdebandsystem mit drei Bändern in 60/110/160 cm Höhe – oder klassischer Koppelzaun aus Holzplanken. Doppelstabmatten nur als äußerer Grundstückszaun mit Sicherheitsabstand zur Weide.
Für Schafe & Ziegen
Elektrische Weidezaunnetze (OviNet, TopLine Net o. ä. aus dem Stallbedarf). Mobil, schnell aufgestellt, ideal für Portionsweide. Doppelstabmatten als robuste äußere Grundstücksgrenze.
Wofür Doppelstabmatten ideal sind
Hunde, Grundstücksgrenzen, Privatsphäre, Sichtschutz (mit Streifen), Industrie- und Gewerbeeinzäunungen, Kindergärten, Spielplätze. Hier ist die Doppelstabmatte schwer zu schlagen – stabil, langlebig, wartungsfrei.
Häufige Fragen – ehrlich beantwortet
Hält ein Doppelstabmattenzaun einen Marder ab?
Nein. Die Maschenweite von 50×200 mm ist viel zu groß – Marder schlüpfen mühelos durch. Zusätzlich klettern sie auch glatte 1,80-m-Zäune problemlos. Für mardersicheren Geflügelschutz brauchen Sie Volierdraht mit 1×1 cm Maschenweite und idealerweise eine geschlossene Voliere mit Dach.
Kann ich Pferde sicher mit Doppelstabmatten einzäunen?
Wir raten davon ab. Pferde sind Fluchttiere und können beim Erschrecken gegen den Zaun rennen – die starren Stahlstäbe geben nicht nach, Beine können sich in den Maschen verfangen. Empfohlen werden Pferdebandsysteme (60/110/160 cm) oder Holzplanken. Doppelstabmatten höchstens als äußerer Grundstückszaun mit Abstand zur Weide.
Welcher Hühnerzaun ist mardersicher?
Engmaschiger Volierdraht (1×1 cm, mind. 1 mm Stärke) als geschlossene Voliere mit Dach und 30–50 cm tiefem Untergrabschutz (L-förmig nach außen umgelegt). Nachts zusätzlich abschließbarer Stall. Doppelstabmatten ersetzen diesen Aufbau nicht.
Doppelstabmatten in Kombination – wie?
Klassische Lösung: Doppelstabmatte als äußere Grundstücksgrenze (gegen Hunde, Personen, Fuchs, Wildschwein) plus innerer Spezialzaun für die Tierhaltung – also Pferdeband, Volierdraht oder Elektronetz. So nutzen Sie die Stärken beider Systeme: Langlebigkeit außen, Tiersicherheit innen.
Welcher Weidezaun für Pferde ist am sichersten?
Sichtbare, leicht nachgebende Systeme: Pferdebandsysteme (drei Bänder in 60/110/160 cm) oder klassische Holzplanken. Beide Varianten signalisieren dem Pferd den Zaun klar und reduzieren das Verletzungsrisiko bei Aufprall deutlich.
Sie planen einen Grundstückszaun in Kombination?
Wenn Sie einen Doppelstabmattenzaun als äußere Property-Boundary suchen – kombiniert mit einem Spezialzaun für Ihre Tiere im Inneren – beraten wir Sie gerne ehrlich. Auch dann, wenn am Ende eine andere Lösung besser passt.
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