Zaun in Nordrhein-Westfalen – Zaunhöhe, Bauordnung & Grenzabstand 2026
Wer in Nordrhein-Westfalen (NRW) einen Zaun errichten möchte, muss die Vorgaben der Landesbauordnung sowie des Nachbarrechtsgesetzes kennen. Auf dieser Seite finden Sie die wichtigsten Regelungen zu Zaunhöhe, Grenzabstand und Genehmigungspflicht für Doppelstabmattenzäune in Nordrhein-Westfalen.
Wie hoch darf ein Zaun in Nordrhein-Westfalen sein?
Direkt-Antwort:
In Nordrhein-Westfalen gilt: Bis 2,00 m verfahrensfrei (offene Einfriedungen im Innenbereich). Rechtsgrundlage ist § 62 BauO NRW 2018 i.V.m. Anlage zu § 62 (verfahrensfreie Vorhaben). Diese Regelung gilt für offene Einfriedungen wie Doppelstabmattenzäune und Maschendrahtzäune im Innenbereich (§ 34 BauGB).
Für die exakte Auslegung im Einzelfall ist immer der örtliche Bebauungsplan und die Gemeindeordnung maßgeblich. Im Außenbereich (§ 35 BauGB) sowie in Schutzgebieten können abweichende Höhen gelten.
Rechtsgrundlage
Landesbauordnung: § 62 BauO NRW 2018 i.V.m. Anlage zu § 62 (verfahrensfreie Vorhaben)
Die Bauordnung des Landes Nordrhein-Westfalen listet im Anhang der verfahrensfreien Vorhaben Einfriedungen ausdrücklich auf. Eine Baugenehmigung ist demnach nicht erforderlich, solange die Höhenvorgabe eingehalten und kein Schutzgebiet betroffen ist.
Ergänzend gilt die Gemeindeordnung mit eventuellen Gestaltungssatzungen, Erhaltungssatzungen oder örtlichen Bauvorschriften (z.B. zur Materialwahl oder Farbgebung in historischen Quartieren). Hauptstadt: Düsseldorf – die konkrete Auskunft erteilt jedoch das jeweils zuständige Bauamt.
Hinweis: Die Bauordnung wird turnusmäßig novelliert. Stand der hier dargestellten Informationen: 2025/2026.
Grenzabstand zum Nachbarn
Neben der Bauordnung regelt das Nachbarrechtsgesetz von Nordrhein-Westfalen den Abstand der Einfriedung zur Grundstücksgrenze. In der Regel gilt:
Üblicher Grenzabstand: 0,5 m Mindestabstand bei einer Höhe bis 2,00 m gemäß § 32 NachbG NRW; bei Einvernehmen mit dem Nachbarn an der Grenze möglich.
- Grenzeinrichtung (§ 921 BGB): Bei Einvernehmen mit dem Nachbarn darf die Einfriedung direkt auf der Grenze stehen – beide Parteien teilen sich Kosten und Pflege.
- Einseitiger Zaun: Steht der Zaun ausschließlich auf Ihrem Grundstück, ist der oben genannte Mindestabstand einzuhalten.
- Pflanzung dahinter: Hecken und Sträucher haben eigene Abstandsregeln und dürfen nicht direkt am Zaunfuß stehen.
Sondergenehmigung – wann ist sie nötig?
Eine Baugenehmigung oder besondere Zustimmung wird in Nordrhein-Westfalen typischerweise in folgenden Fällen erforderlich:
Höhe über 2 m
Einfriedungen, die die in der Bauordnung genannte Verfahrensfreigrenze überschreiten, sind genehmigungspflichtig – unabhängig vom Material.
Schutzgebiete
Naturschutzgebiete, Landschaftsschutzgebiete, Nationalparks, FFH-Gebiete und Biosphärenreservate haben spezielle Auflagen zu Material und Farbgebung.
Denkmalschutz / Erhaltungssatzung
In historischen Stadtkernen, denkmalgeschützten Ensembles und Milieuschutzgebieten ist meist eine Erlaubnis der Denkmalpflege erforderlich.
Sichtdreieck an Straßen
An Kreuzungen und Einmündungen muss das Sichtdreieck frei bleiben – häufig dürfen Zäune dort nur 0,80 m hoch sein, damit die Verkehrssicherheit gewährleistet ist.
Doppelstabmattenzaun in Nordrhein-Westfalen – was passt?
Ein Doppelstabmattenzaun aus feuerverzinktem Stahl mit Pulverbeschichtung ist in Nordrhein-Westfalen die meistgewählte Einfriedung für Privatgrundstücke. Folgende Konfiguration ist in den meisten Gemeinden ortsüblich und unauffällig:
Höhe
1,23 m für Vorgärten, 1,63 m als Standardhöhe, 1,83 m als Sicht- und Schutzhöhe – alles in Nordrhein-Westfalen regelmäßig im verfahrensfreien Bereich.
Material
Stäbe 6/5/6 mm, feuerverzinkt nach DIN EN ISO 1461 und pulverbeschichtet – wartungsfrei und mit 10 Jahren Garantie gegen Durchrostung.
Farbe
Anthrazit (RAL 7016) oder Moosgrün (RAL 6005) – beide gelten in Nordrhein-Westfalen als ortsüblich und sind in Schutzgebieten meist unbedenklich.
Spezialregeln in Nordrhein-Westfalen: NRW ist mit der Bauordnung 2018 und § 62 BauO NRW besonders eindeutig: Doppelstabmattenzäune bis 2,00 m sind im Innenbereich verfahrensfrei. § 32 NachbG NRW regelt die ortsübliche Einfriedung. In Sanierungssatzungen (z.B. Köln-Altstadt) und an Sichtdreiecken können zusätzliche Auflagen gelten.
Häufige Fragen zum Zaunbau in Nordrhein-Westfalen
Wie hoch darf ein Zaun in Nordrhein-Westfalen sein?
In Nordrhein-Westfalen gilt: Bis 2,00 m verfahrensfrei (offene Einfriedungen im Innenbereich). Rechtsgrundlage ist § 62 BauO NRW 2018 i.V.m. Anlage zu § 62 (verfahrensfreie Vorhaben). Für höhere Einfriedungen oder geschlossene Zäune kann eine Baugenehmigung erforderlich sein – die verbindliche Auskunft erteilt das zuständige Bauamt der Gemeinde.
Welcher Grenzabstand zum Nachbarn gilt in Nordrhein-Westfalen?
Üblicher Grenzabstand in Nordrhein-Westfalen: 0,5 m Mindestabstand bei einer Höhe bis 2,00 m gemäß § 32 NachbG NRW; bei Einvernehmen mit dem Nachbarn an der Grenze möglich. Bei Einvernehmen mit dem Nachbarn kann die Einfriedung in vielen Fällen direkt an der Grundstücksgrenze als sogenannte Grenzeinrichtung (§ 921 BGB) errichtet werden.
Brauche ich für einen Doppelstabmattenzaun in Nordrhein-Westfalen eine Baugenehmigung?
Im Regelfall nicht: Offene Einfriedungen wie Doppelstabmattenzäune sind in Nordrhein-Westfalen bis zur genannten Höhe (Bis 2,00 m verfahrensfrei (offene Einfriedungen im Innenbereich).) verfahrensfrei. In Schutzgebieten, Erhaltungssatzungs-Quartieren und entlang klassifizierter Straßen können Sondergenehmigungen nötig sein.
Welche Zaunhöhe und Farbe ist in Nordrhein-Westfalen empfehlenswert?
Für Nordrhein-Westfalen sind Doppelstabmattenzäune mit 1,23 m, 1,43 m, 1,63 m oder 1,83 m Höhe gängig. Die unauffälligsten und ortsüblichsten Farben sind Anthrazit (RAL 7016) und Moosgrün (RAL 6005). Material: feuerverzinkter Stahl mit Pulverbeschichtung – langlebig und wartungsfrei.
Was passiert, wenn der Zaun zu hoch gebaut wurde?
Wird ein Zaun in Nordrhein-Westfalen ohne erforderliche Genehmigung über der zulässigen Höhe errichtet, kann das Bauamt den Rückbau anordnen oder ein Bußgeld verhängen. Klären Sie die Höhe bei Unsicherheit vorab schriftlich mit dem Bauamt – das Vorgehen ist meist kostenfrei.
Andere Bundesländer im Überblick
Rechtlicher Hinweis
Diese Information ersetzt keine Rechtsberatung. Verbindliche Auskunft erteilt das zuständige Bauamt Ihrer Gemeinde. Bauordnungen und Nachbarrechtsgesetze werden regelmäßig überarbeitet – Stand der hier dargestellten Daten: 2025/2026.
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